Es ist Sommer. Jedes Mal, wenn wir in unseren Schrebergarten kommen, staunen und freuen sich unsere Kinder wenn sie feststellen, wie Obst und Gemüse gewachsen und gereift sind.

Foto: Pixeleye / Pixabay.com

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Wie schön ist es, wenn man im Frühjahr pflanzt und sät; und dann, nur ein paar Monate später kann man auch schon wieder ernten. Und bei dem was wir in unserem Garten ernten, kann ich mir auch sicher sein, dass es aus rein biologischem Anbau kommt. Kein Dünger, kein Gift. Es sieht also nicht nur gut aus, sondern ist auch noch richtig gesund. Und was aus dem eigenen Garten kommt, schmeckt natürlich ganz besonders gut.

Das schönste dabei ist jedoch, dass alles von ganz alleine wächst. Regen und Sonnenschein hatten wir genug. Gut, an besonders heißen Tagen, da mussten wir schon mal die eine oder andere Gießkanne geschleppt werden, auch hin und wieder etwas Unkraut jäten, aber gewachsen ist alles von ganz alleine. Die Zucchinis sogar so schnell, dass man dabei fast schon zuschauen konnte.

Ernte sei Dank!

Jetzt, in der Zeit der Ernte kann ich die Früchte unseres Gartens genießen. Teilweise war es so reichlich, dass wir vom Obst und Gemüse sogar noch etwas abgeben konnten. Dank der guten Ernte haben wir viel und vor allem gesundes Essen. Also: Ernte sei Dank!

Foto: ludo38 / pixabay.com

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Aber halt mal, ist da nicht doch noch etwas? Ja, gesät, gegossen und geerntet haben wir. Aber was habe ich dazu beigetragen, dass die Pflanzen gewachsen sind und ihre Früchte getragen haben? Habe ich dem Samen beigebracht, dass er keimen soll wenn er in der Erde liegt? Habe ich die Sonne scheinen und den Regen fallen lassen? Oder habe ich etwa die Blüten bestäubt? Nein, an mir liegt es nicht. Da steckt etwas, oder besser gesagt jemand anderes dahinter.

Mir kommt dazu eine Geschichte aus der Bibel in den Sinn:

Als die Wasser nach der Sintflut zurückgegangen waren, verließen Noah und seine Familie die Arche. Noah baute einen Altar und opferte Gott darauf einige Tiere. Daraufhin versprach Gott: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

aus 1. Mose 8

Da lesen wir es schwarz auf weiß. Gott ist es der für Sonne und Regen sorgt. Und er, der alles geschaffen hat verspricht uns das. Und so wie ich Gott bislang kennengelernt habe, hält er seine Versprechen.

Foto: realworkhard / pixabay.com

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Jedoch ist da ein Punkt, den überlesen wir vielleicht zu schnell und schenken ihm daher zu wenig Aufmerksamkeit. Auch wenn Gott dafür sorgt, dass alles wachsen und gedeihen kann, dann sind wir immer noch gefordert. Gott entlässt uns nämlich nicht aus der Verantwortung. Denn aussäen und ernten sind unsere Aufgaben.

Talente einbringen

Dieses Prinzip zieht sich durch die ganze Bibel. Immer wieder sind wir in unserem täglichen Leben gefordert, unsere von Gott geschenkten Talente und Fähigkeiten für ihn und sein Reich einzubringen – was ich als säen bezeichne.

Foto: wsujeffersoncounty0 / pixabay.com

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Wenn wir das konsequent umsetzen, dann tun wir das, was Jesus von uns erwartet. Und unsere Ernte wird es sein, dass wir eines Tages in Gottes neue Welt kommen dürfen. (Matthäus 21,43). Das ist dann eine Ernte, die sich so richtig gelohnt hat. Denn wie es in Gottes neuer Welt aussehen wird, das wird so schön sein, wie wir uns es nie erträumen können.

Gott sei Dank!

Ich bin ein Fan des Ernte-Dank-Festes, weil ich mich auf die Ernte die Jesus versprochen hat freue. Dabei nur an das zu denken und dafür zu danken, was auf den Feldern und in den Gärten gewachsen ist wichtig und richtig, aber zu kurzsichtig.

Foto: PublicDomainArchive / pixabay.com

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Denn es wartet eine größere und bessere Ernte auf uns. Daran möchte ich mich am Ernte-Dank-Fest erinnern und immer wieder neu bewusst werden. Also Gott sei Dank! Nicht Ernte sei Dank.

Andi Schön

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