Unsere jährliche Gemeindefreizeit ist für unsere ganze Familie ein Höhepunkt des Jahres. Schon Wochen vorher beginnt die Vorfreude auf die gemeinsame Zeit. Und, wir können es sehr genießen.

Gute und lange Gespräche führen, auch Leute näher kennen zu lernen, mit denen man sonntags nach dem Gottesdienst nicht so ins Gespräch kommt.

Foto: Chris Demharter

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Andachten, singen, beten, musizieren, tanzen, spielen, spazieren gehen, ein ausgedehntes Mittagsschläfchen, Ausflüge zu einem Steinbruch, nach Nördlingen oder zur Harburg und natürlich das gemeinsame Kaffee trinken. Alles ein „kann“, nichts ein „muss“. Das Freizeitangebot auf der Freizeit war riesig. Da war für jeden was dabei.

Was uns natürlich auch sehr gut tut und sehr gut gefällt ist, dass unsere Kinder sich in der Gemeinschaft mit den anderen Kindern aus der Gemeinde sehr wohl fühlen. Die Großen achten auf die Kleinen, da können wir als Eltern ganz entspannt sein. Sogar unser kleiner Lucas, der eigentlich so sehr auf seine Mama fixiert ist, geht einfach so mit in die Kinderbetreuung. Es war zum ersten Mal seit zehn Jahren, dass wir, Andrea und ich, die Einheiten gemeinsam miterleben konnten.

Foto: cegoh / pixabay.com

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Das Thema der Gemeindefreizeit 2014 war „Lebendige Gemeinde bauen“ und unser Referent war Andreas Symank, vom Haus Bergfried in Oberstdorf. Mich hat fasziniert, wie er die Verbindungen der einzelnen Personen quer durchs Neue Testament nachvollziehbar machte. Ein Name, den man beiläufig liest, der im ersten Augenblick einfach ein Name ist, wurde zu einer konkreten Person. Eine Person mit einer Geschichte, die eine Entwicklung durchlebt, mal läuft’s gut, mal nicht und dann gibt’s auch mal Streit. Barnabas.

Die Geschichte von Barnabas und Paulus ist etwas worüber ich heute noch nachdenke. Bin ich eher ein Barnabas-Typ, oder ein Paulus-Typ? Ich finde, der Barnabas ist eine sehr interessante Person. Er fördert seinen Neffen Johannes Markus ganz uneigennützig. Und als der dann soweit ist, da tritt der Barnabas einfach in den Hintergrund. Ganz ohne großes Getöse. Respekt!

Und von Barnabas kann man auch lernen, dass man in einer Gemeinde auch mal unterschiedlicher Meinung sein kann. Über den Weg, aber nicht über das Ziel.

Foto: Chris Demharter

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Der Gottesdienst am Sonntag war dann ein würdiger und krönender Abschluss des Wochenendes. Ich würde mir wünschen, dass wir einen Gottesdienst in dieser Form nicht nur auf einer Freizeit feiern, sondern auch in unserem regelmäßigen Gemeindeleben, hier in Haunstetten.

Andi Schön

Fotos: Chris Demharter, cegoh / pixabay.com