Quelle: Pixabay.com

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Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?

Jes.43, 19

Das Leben besteht aus vielen verschiedenen Phasen: erst ist man Kind, dann Jugendlicher, junger Erwachsener, „mittelalt“ und schließlich gehört man zu den Senioren. Jeder Übergang ist schmerzhaft, weil man nie so genau weiß, was einen im nächsten Abschnitt wohl erwarten wird. Wie verändert sich das eigene Leben? Wird es besser oder schlechter werden oder zumindest gleich bleiben? Wenn man zu den vorsichtigen oder skeptischen Menschentypen gehört, dann hat man Angst vor jeglicher Veränderung; ist man vom Typ her eher flexibel, sucht man sogar nach neuen Wegen!

Offen für Veränderung – auch in der Gemeinde

Optische und räumliche Veränderung in unserem Gemeindesaal. Foto: Heinke Rauscher

Optische und räumliche Veränderung in unserem Gemeindesaal. Foto: Heinke Rauscher

Auch in der Gemeinde sind wir seit einigen Jahren in einem Veränderungsprozess. Wir wollen weg vom Kreisen um uns selbst, hin zu den Menschen in Haunstetten. Wir haben unsere Räume vergrößert, um Platz zu schaffen. Wir sind auf der Suche nach Aufgaben in unserem unmittelbaren Umfeld, in unserem Stadtteil Haunstetten.

Dazu unterziehen wir uns gerade einer Gemeindeanalyse, um zu erkennen, wo wir als Gemeinde, mit den vielen Menschen, die dazu gehören, unsere Stärken, unser Potenzial haben und fragen auch nach unseren Schwächen. Hier erwarten wir, dass Gott uns den Weg zeigt, uns Türen öffnet. Dass wir erkennen, wo wir uns konkret einsetzen sollen, ohne dass wir als Gemeinde überfordert werden.

Gemeinsam Pizzabacken beim Jugendtreff vom SJR macht Spaß!

Gemeinsam Pizzabacken beim Jugendtreff vom SJR macht Spaß!

Ein kleiner Bereich, in dem wir uns derzeit engagieren ist die offene Jugendarbeit vom Stadtjugendring Augsburg. Hier stellen wir einmal die Woche unsere Räumlichkeiten zur Verfügung, damit Jugendliche gemeinsam kickern, chillen oder gemeinsam kochen können.

Als Gemeinde sind wir sehr gespannt, ob vielleicht noch ein weiterer Bereich hinzukommen könnte. Ich wünsche mir, dass wir dabei ganz viele gute Erfahrungen machen und die Liebe Gottes in unserer Umgebung sichtbar wird! Dabei werden wir sicher auch selber reich beschenkt werden!

Die Jünger spürten Angst vor Veränderung

Im 14. und 16. Kapitel des Johannesevangeliums wird berichtet, dass Jesus seinen Jüngern ankündigt, zum Vater zu gehen und ihnen dafür, als Ersatz sozusagen, den Heiligen Geist schicken wird. Aber die Jünger begreifen noch nicht, was das für sie bedeutet. Sie sind voller Trauer und Angst, was da an Veränderung auf sie zukommt. Denn bisher war Jesus ja als sichtbarer Mensch mitten unter ihnen und nun spricht er davon, weg zu gehen und ihnen einen Tröster zu hinterlassen? Wie würde ihr Leben dann aussehen? Sicher war dann nichts mehr so wie bisher. Sie sind massiv verunsichert. Dieses Gefühl kennen sicher viele von uns sehr gut!

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Manche Veränderungen kommen leise und schleichend, das Pfingstwunder in der Apostelgeschichte dagegen wird von einem gewaltigen Brausen begleitet, so dass es jeder sehen und hören kann: eine neue Zeit bricht an! Der Herr ist weiterhin gegenwärtig, nur in einer neuen Form!

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Ein Lied von dem Liedermacher Daniel Kallauch kommt mir in den Sinn: „Wir brechen auf zu neuen Ufern, starten durch, bist du bereit? Bleiben nicht mehr länger stehen, jetzt geht es los, es ist soweit. Wir wollen mehr von diesem Leben, geh’n gemeinsam, groß und klein, sind gespannt, wo du uns hinführst, dürfen deine Kinder sein.“ Und in Strophe drei heißt es: „Gottes Kraft lebt mächtig in uns, egal, wohin wir geh’n. Schritt für Schritt ist er dabei, wer aufbricht, wird es seh’n.“

In diesem Sinne wünsche ich euch frohe Pfingsten in der Gewissheit, dass der Herr uns privat und auch als Gemeinde durch seinen Heiligen Geist führen und leiten will und uns in allen Veränderungen nicht alleine lässt!

Ulrike D.

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