Foto: Heinke Rauscher

Gemeinsam mit Gästen die neuen Räumlichkeiten feiern

Zahlreiche Gäste, Freunde und Mitglieder der Freien evangelischen  Gemeinde (FeG) Augsburg-Süd haben sich am Mittwoch, 29. Januar zum Umbaufest in den renovierten Gemeinderäumen getroffen, um das Ende der Umbauphase zu feiern. Unter den Gästen waren neben den Bauverantwortlichen und Handwerkern auch Vertreter des Arbeitskreises Ökumene in Haunstetten, der FeG Augsburg-Mitte sowie Pfarrerin Sabine Dempewolf von der Christuskirche Augsburg, die ein Grußwort sprach.

Foto: Heinke Rauscher

Die FeG Augsburg-Süd freut sich über ihre umgebauten Räume

In einer kurzen Ansprache beschrieb Karsten Wenzel, dass sich die Situation des aktuellen Umbaus sehr gut mit einem Text in der Bibel vergleichen ließe. Es gehe dort um einen Text über den Heiligen Geist, der den Menschen in einer Gemeinschaft unterschiedliche Begabungen gibt, die aber alle auf ein Ziel gerichtet sind, nämlich dass alle davon profitieren.

Aus aktuellem Anlass hat der Pastor den Bibeltext in eine eigene „Haunstetter Übertragung“ übersetzt:

„Die einen schleifen den Putz ab; die anderen streichen wieder drüber. Wieder andere befähigt Gott, Wände einzureißen, andere bauen Neues wieder auf. Die einen beten, die anderen schmieren Semmeln, wieder andere spenden und andere ermutigen. Die einen verlegen Kabel, , hängen Lautsprecher auf, andere putzen alle Räume und diese Liste ist noch lange nicht vollständig. Doch an jedem und jeder in der Gemeinde zeigt der Heilige Geist seine Wirkung mit dem Ziel, dass alle etwas davon haben.“

Im Team arbeitet es sich leichter

Im Team arbeitet es sich leichter

Genau das habe er in den letzten Wochen und Monaten immer wieder erlebt, wie Menschen sich für das Ziel, den Umbau, eingesetzt haben.

An die Grenzen gestoßen

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Christian Dirr hat die Umbaumaßnahmen mitverantwortet

Doch warum war es notwendig, den Gottesdienstsaal zu vergrößern? „Schon seit längerer Zeit ist unser Gottesdienstsaal räumlich an die Grenzen gestoßen“, erklärt Karsten Wenzel. „Wir wollten mehr Platz für Leute schaffen, die sich mit den Themen Gott, Glaube und Kirche beschäftigen. Viele Menschen sind auf der Suche nach tiefen Antworten für die großen Sinnfragen des Lebens und wir haben in der Vergangenheit erlebt, dass Menschen diese Suche zu uns geführt hat. Zu kleine Räume sind dann irgendwann einfach ein Wachstumshindernis, was wir beseitigen wollten“. 

Aktuell hat die FeG Augsburg-Süd knapp 50 Mitglieder und mindestens noch einmal so viele Freunde, plus Besucher und Kinder. „Da war es im Gottesdienstsaal oft ziemlich eng“, beschreibt Christian Dirr, einer der drei ehrenamtlichen Verantwortlichen für die Bauphase, die schon zwei Jahre lang Pläne für die Veränderungen geschmiedet hatten. „Mit dem Umbau ist nun Platz für 40 weitere Besucher geschaffen worden“.

Wände rausgerissen

Dazu sind in zwei Bauphasen von jeweils zirka vier Wochen im August/September und Dezember/Januar bei zwei an den Saal angrenzenden Räumen – die Küche und ein Gruppenraum, der bisher für die Baby- und Kleinkinderbetreuung verwendet wurde – die Wände entfernt und mit dem großen Saal verbunden worden. Bisher hatte der Saal 100 Quadratmeter, jetzt stehen 150 zur Verfügung. Die Küche wurde in einen bisherigen Gruppenraum versetzt und gleich ein wenig vergrößert. Auch das Foyer wurde geräumiger gestaltet.

Ein wenig Statistik:

  • 550 Quadratmeter Kabel verlegt
  • 48 Quadratmeter Parkett neu verlegt
  • 190 Quadratmeter Parkett abgeschliffen
  • 1,28 Tonnen Rigipsplatten ausgebaut und entsorgt
  • 6 Kübel Farbe verstrichen
  • 115 Stühle neu bepolstert
  • 50 Quadratmeter Gipsplatten verbaut
  • 1000 Schrauben verschraubt
Die Wände sind entfernt, der Saal erweitert

Die Wände sind entfernt, der Saal wird erweitert

„Damit wir die Kosten so gering wie möglich halten konnten, haben einen Großteil der Arbeiten Leute aus unserer Gemeinde ehrenamtlich in ihrer Freizeit und vor allem im Weihnachtsurlaub übernommen“, beschreibt Christian Dirr begeistert das große Engagement in der Kirchengemeinde. „Auch ganz viele Teens, Jugendliche und junge Erwachsene haben in ihren Ferien, am Abend oder am Wochenende mit angepackt! Das ist heute gar nicht mehr so selbstverständlich.“ 

Foto: Heinke Rauscher

Der Umbau bringt Platz für 40 weitere Besucher

Das Ergebnis ist ein heller, freundlicher und großzügiger Gottesdienstsaal, bei dem die Besucher nun nicht mehr in Richtung Süden, sondern in Richtung Westen zur Kanzel blicken. Auch die Stühle haben neue rote Bezüge erhalten und ein größeres Technikpult wurde in Eigenregie gezimmert.

Gottes Liebe weiter geben

„Wir haben den Umbau angepackt, weil wir den tiefen Wunsch haben, dass noch mehr Menschen etwas von Gottes Liebe und Gnade hören und begreifen können“, erklärt Pastor Wenzel die Motivation der Gemeinde hinter dem Umbau. „Menschen, die irgendwo unterwegs in ihrem Leben den Anschluss an Glaube und Kirche verloren haben und sich vielleicht doch wieder auf die Suche machen.“

Gemeinsam mit den anderen Kirchen in Haunstetten, möchte die südlichste der vier Augsburger FeG-Gemeinden, den Menschen vor Ort mitteilen: „Gott ist gut. Und er meint es gut mit dir!“ erläutert Karsten Wenzel. „Wir sehen uns einfach als ein kleiner Teil der Christenheit – sowohl weltweit als auch konkret hier vor Ort. Wir schätzen das Miteinander mit den anderen Kirchen und freuen uns, wenn Gott die Vielfalt von christlichem Leben in Haunstetten nutzt“.

Der Gottesdienst findet jeden Sonntag, um 10:00 Uhr statt. Parallel gibt es einen eigenen Kindergottesdienst für Kinder von drei bis zirka 12 Jahren sowie weitere regelmäßige Veranstaltungen.