Foto: Anne Engelhardt

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…und hatten die Pest an Bord (Seemannslied)“ oder „Ach, zu den Pinguinen!“, das waren die oft gehörten Antworten, die ich bekam, als ich vor ein paar Monaten erzählt habe, wo ich meinen Sommer dieses Jahr verbringen würde. 

Doch leider muss ich all diejenigen enttäuschen oder beruhigen: Ich habe in meiner Zeit auf Madagaskar statt Pinguinen einige Ratten und Geckos getroffen und weder Pest noch Malaria mit nach Deutschland gebracht ;-).

Foto: Anne Engelhardt

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Also von vorne: Nachdem ich mich gegen gefühlte 100 Krankheiten impfen lies, konnte die Reise starten. Den kompletten August habe ich mit zwölf anderen jungen Leuten aus Deutschland in Madagaskar verbracht. Dort habe ich in einer Missionsstation in einem kleinen Dorf namens „Ambohitsara“ mit circa 100 Einwohnern im Norden der Insel Madagaskar, die übrigens größer als Deutschland ist, mitgeholfen.

Foto: Daniela D.

Foto: Daniela D.

Wenn ich erzählen soll, wie es war, weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Manchmal kommt es mir immer noch wie ein Film vor, was ich alles erlebt habe. So viele Eindrücke – schöne aber auch krasse. So viel roter Staub – wir waren IMMER dreckig. So viel Reis – dreimal am Tag. So viele Menschen – von denen viele nur zwei verschiedene Outfits haben. Lachende Kindergesichter – die es lieben fotografiert zu werden oder über unsere glatten Haare zu streicheln. Herausforderungen – die wir mit einem echt coolen Team meistern konnten. Erlebnisse – die fest in meinem dicken Tagebuch verankert sind. Kritische Situationen – in denen ich Angst hatte… und Wunder.

Foto: Anne Engelhardt

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An einem Fleck, an dem es weder fließendes Wasser noch Strom gibt, an dem man mit vier anderen Mädels in einer kleinen Hütte zusammenlebt und an den man erst nach einer achtstündigen Ochsenkarrenfahrt ankommt, dort erlebt man Dinge, die ich hier nie in meinen eigenen vier Wänden erleben würde. Wenn ein Feuer ausbricht, kann man keine Feuerwehr rufen, geschweige denn einen Wasserschlauch holen. Dann ruft man automatisch als erste Wahl Gott an. Und dann tut er Wunder und kann sogar die Windrichtung ändern und ein riesiges Feuer löschen. Das und noch viel mehr durften wir erleben…

Foto: Anne Engelhardt

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Zu unseren Aufgaben gehörten zum Beispiel: Ein Englischprogramm für Kinder, Aufklärungsprogramm, Andachten, Basteln und Spielen mit unglaublich begeisterten Kindern einen Gottesdienst gestalten, und auch auf dem Bau mitzuhelfen. Es ist eine große Herausforderung ohne viele Materialien zu Unterrichten und eine Schulkantine aus Bambus, Stroh und „Sand-mit-Wasser-Batz“ zu bauen, aber es geht.

Hier noch ein paar Fotos von der echt beeindruckenden Reise, die manchmal mehr als tausend Worte sprechen… Und wenn Du noch mehr wissen willst über das Projekt, kannst Du auch auf der Internetseite vom Missionszentrum Port-Berger nachschauen.

Daniela D.

Foto: Anne Engelhardt