Zirka fünf Meter hängt der Schlauch aus dem Fenster in die Tiefe, durch den die Freiwilligen rutschen müssen.

Zirka fünf Meter hängt der Schlauch in die Tiefe.

Achtung, fertig, los! Spannung ist angesagt am Montag Nachmittag, 22. April 2013. Rund 30 kleine und große, junge und ältere, dünne und etwas kräftigere FeG Augsburg-Südler stehen gespannt im kleinen Kindergottesdienstraum und machen sich auf ein Abenteuer bereit. Aufgabe ist, den neuen Brandschutz- Rettungsschlauch zu testen und gleichzeitig zu beweisen, dass wir als Gemeinde es schaffen innerhalb von 30 Minuten 150 Menschen im Notfall durch den neuen „Ausgang“ zu evakuieren.

Wird der Rettungsschlauch abgenommen?

Der Rettungsschlauch wird aus der Aufbewahrungskiste aus dem Fenster geworfen.

Der Rettungsschlauch wird aus der Aufbewahrungskiste aus dem Fenster geworfen.

Mit uns im Raum sind zwei, drei Brandschutzexperten mit Stoppuhr und Notizblock und ein netter Herr von der Herstellerfirma unseres neuen Rettungsschlauchs. Letzterer erklärt uns zunächst, worauf es ankommt, wenn wir den Schlauch aus seiner Kiste herausholen, aus dem Fenster werfen und für die Rettungsübung durch den Schlauch in die Tiefe springen beziehungsweise rutschen.

Wie gefährlich ist der Rutsch in die Tiefe?

Die Spannung knistert förmlich im Raum. Alle sind neugierig und aufgeregt. Vor allem die Kinder warten ungeduldig. Wie sich das wohl anfühlt, wenn man in die Tiefe fällt? Wie schnell geht es wohl nach unten? Besteht Verletzungsgefahr? Müssen wir die Schuhe ausziehen? Dürfen wir sie beim Rutschen mitnehmen? Passen auch die kräftigeren unter uns durch den Schlauch? Kann man jemandem auf den Kopf springen? Müssen die ganz kleinen Kinder alleine rutschen oder rutschen sie mit der Mutter, dem Vater in die Tiefe? Der Herr von der Herstellerfirma beantwortet all unsere Fragen mit großer Geduld.

Der Blick durch den Rettungsschlauch in die Tiefe.

Der Blick durch den Rettungsschlauch in die Tiefe.

Dann gibt es den ersten Testlauf, damit jeder schon einmal den Schlauch hinabgerutscht ist. Alexandra ist die Mutigste und macht den ersten Sprung – sie wird mit 14 Rutschpartien auch die Erfolgreichste sein! Wir merken – so schlimm ist es gar nicht – es macht sogar Spaß!

Rekordverdächtiges Ergebnis

Mutige voraus!

Mutige voraus!

Und dann kommt der eigentliche Test. Achtung, fertig, los! Ein Gemeindemitglied baut die Kiste mit dem Schlauch geschickt auseinander, wirft diesen dann aus dem Fenster und hilft den Kleinen über die Treppe in den Schlauch. Einer nach dem Anderen stürzt in die Tiefe, landet sanft und viele laufen die Treppe hoch und springen noch mehrmals. Währenddessen läuft die Stoppuhr ungnädig weiter. Erst nachdem der 150. Teilnehmer die Rutsche hinabgerutscht ist, hält sie an.

Das Ergebnis ist SEHR gut: Wir haben es geschafft 150 Personen in 10:10 Minuten zu evakuieren! Das ist eine hervorragende Leistung. Toll gemacht!

Fotos: Heinke Rauscher